04/2019Top

Algorithmus für alle: Mit High-Tech in digitale Märkte

Hochwertige Techniken wie Künstliche Intelligenz (KI), Big Data oder Virtual Reality für die heimischen Unternehmen nutzbar machen, um mit Google & Co auf Augenhöhe zu bleiben – das ist die Mission von OPTin.

Es ist die Bündelung der Kräfte und so etwas wie ein Who-is-who der heimischen High-Tech-Marketing-Szene: die Gründungsmitglieder der Arbeitsgemeinschaft OPTin. Das Know-Center der TU Graz, Fraunhofer Austria, FH Joanneum (Studiengang Content-Strategy), der Markenspezialist FOON, die Online-Marketing-Agentur the cell project und die KI-Anwendungsspezialisten Leftshift One haben sich mit Unterstützung der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG zusammengetan und machen die heimischen Unternehmen fit für das Digital-Marketing der Zukunft. Und es ist höchste Zeit dafür. Geschäftsmodelle und ganze Wirtschaftswelten ändern sich rasant. Davon ist in besonderem Maße das Marketing betroffen, weiß OPTin-Initiator Jürgen Kapeller: “Die Regionalität tritt immer mehr in den Hintergrund. Das Internet hat den Heimvorteil regionaler ausgerichteter Unternehmen schon weitgehend egalisiert. Durch die Möglichkeiten der Digitalisierung wird Marketing immer mehr auch zu einer technischen Disziplin, Stichwort Data-Engineering. Außerdem wird das Marketing immer individueller. Es ist heute schon möglich, aus relativ wenigen persönlichen Daten Rückschlüsse auf das Kaufverhalten abzuleiten.” Es ist also Orientierung gefragt im High-Tech-Dschungel. OPTin soll eine Plattform sein, um die passenden Lösungspartner zu finden und die Veranstaltungen sind Bildungsangebot wie Motivationsanker gleichermaßen. Es geht um den effizienten und praxisrelevanten Einsatz von technischem Know-how. “Die Frage ist: Wie kann ich zum Beispiel KI für mein Unternehmen optimal einsetzen?”, präzisiert Kapeller. “Die Antwort können intelligente, automatisierte Textlesesysteme, Virtual Reality-Lösungen oder Kombinationen verschiedenster Techniken sein.”

KI-Einsatz mit Plan

Gerade die Steiermark als forschungs- und technikaffiner Wirtschaftsstandort ist dafür sehr gut aufgestellt. Neben den bekannten Playern in Forschung und Wissenschaft gibt es eine Reihe von Dienstleistern, deren Lösungen schon lange erfolgreich in allen möglichen Bereichen der Wirtschaft eingesetzt werden. Leftshift One ist eines dieser Unternehmen. Deren Systeme verstehen und interpretieren zum Beispiel selbständig Texte, etwa E-Mails von Kunden, um sie dem richtigen Sachbearbeiter zuordnen zu können. In anderen Fällen reagieren sie sogar selbstständig darauf, erfragen fehlende Daten und entwickeln anschließend auf dieser Basis Vorhersagemodelle, welche Angebote für welche Kunden passen könnten. “KI kann eine echte Hilfe im Marketing sein. Wichtig ist aber, eine klare und realistische Vorstellung von dem zu haben, was mit dessen Einsatz erreicht werden soll”, weiß Stefan Schmidhofer, Mitgründer von Leftshift One. Mit dem bloßen Implementieren des Algorithmus in ein bestehendes Geschäftsmodell ist es nicht getan. “Wichtig ist, dass die ganze Belegschaft ins Boot geholt wird und eine klare Vorstellung davon herrscht, was der digitale Assistent kann und was nicht.” Genau dafür braucht es Profis. OPTin soll in Zukunft dafür sorgen, dass an der Schnittstelle zwischen Kreativität und Technik genau die richtigen Partner zueinander finden.

 

Veranstaltungstipp

OPTin Fachkongress Hightech-Marketing am 14. Oktober, Messe Graz

Informationen und weitere Termine: www.opt-in.at

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