Ausgabe 4

Wir sind jung und brauchen das Geld!

Beteiligungen SFG

 

Immer mehr Start-ups und junge Unternehmen in der Wachstumsphase stehen vor dem selben Problem: Um die Unternehmensentwicklung voranzutreiben braucht es frisches Kapital und eine ordentliche Portion Know-how. Wie aber kommt man als “Neuling” an das benötigte Geld und die richtigen Partner?

Um Kapital für ein Wachstumsprojekt oder für eine Start-up-Gründung aufzustellen, gibt es viele Möglichkeiten – was genau verbirgt sich aber hinter Begriffen wie Business Angel, Venture Capital oder stille Beteiligungen und welche Beteiligungsform ist für Unternehmen in welcher Phase die Richtige? Wir haben uns die wichtigsten Beteiligungsfinanzierungen angesehen:

 

  • Seed Finanzierung
    Unter Seed Finanzierung versteht man Kapital, das Unternehmen meist noch vor der Gründung zur Umsetzung einer Idee oder zur Entwicklung eines Prototyps zur Verfügung gestellt wird. Aufgrund der frühen Phase ist die Bereitstellung von Seed Kapital mit einem hohen Risiko verbunden. Seed Kapital kann als rückzahlbares Darlehen oder als Unternehmensbeteiligung ausgestaltet sein.
  • Business Angels
    Business Angels unterstützen Unternehmen in einer frühen Phase und helfen ihnen aus den Startlöchern zu kommen. Der Business Angel beteiligt sich dabei einerseits mit Kapital aktiv am Unternehmen und stellt zudem sein wirtschaftliches und unternehmerischen Know-how sowie sein Netzwerk zur Verfügung. Sie sind vor allem für all jene Unternehmen interessant, bei denen Banken das Risiko als zu hoch für eine Finanzierung einschätzen und die Phase in der sich das Unternehmen befindet für große Beteiligungsgesellschaften noch zu früh ist. Der Business Angel hat als Gesellschafter des Unternehmens Rechte und Pflichten und erwartet eine entsprechende Rendite für seine Investition.
  • Venture Capital/Privat Equity
    Venture Capital eignet sich vor allem für rasch wachsende Unternehmen, die für ihre Weiterentwicklung entsprechendes Kapital brauchen. Im Vergleich zum Business Angel ist Venture Capital meist in einen weiter fortgeschrittenen Unternehmensphase sinnvoll und baut sehr oft auf eine Business Angel Finanzierung auf. Da die Unternehmen auch hier meist noch im Aufbau sind, handelt es sich bei Venture Capital ebenfalls um Risikokapital. Der Venture Capital Geber bekommt im Gegenzug wie ein Business Angel Anteile am Unternehmen.
  • Stille Beteiligungen/Mezzaninkapital
    Bei stillen Beteiligungen handelt es sich um weitgehend unbesichertes Risikokapital, das ähnlich einem Darlehen verzinst und über einen gewissen Zeitraum zu tilgen ist. Im Gegensatz zum Kredit oder anderen Formen der Fremdfinanzierung können bei entsprechender vertraglicher Ausgestaltung stille Beteiligungen zusätzliches wirtschaftliches Eigenkapital für die Unternehmen bedeuten, verbessern damit die Bilanzstruktur und machen Unternehmen somit krisenresistenter. Das Unternehmen gibt bei einer stillen Beteiligung keine Anteile ab.

 

Als Investoren/Beteiligungskapitalgeber für die oben genannten Beteiligungsvarianten treten oft große Beteiligungsunternehmen, Fonds oder Privatpersonen auf. Aber auch öffentliche Förderungsinstitutionen wie die AWS oder die Steirische Wirtschaftsförderung SFG unterstützen Unternehmen mit Finanzierungsangeboten.

http://sfg.at/finanzierung

Die SFG etwa bietet sowohl stille Beteiligungen für Wachstums- und Innovationsvorhaben als auch Risikokapital in Form von Venture Captial an. Pro Jahr wird etwa in 10-12 Unternehmen investiert, wobei ein Großteil auf stille Beteiligungen entfällt. Damit sich Unternehmensvertreter über mögliche operative und finanzwirtschaftliche Risikofaktoren im Unternehmen einen Überblick machen können, stellt die SFG auf Ihrer Website einen kostenlosen und einfachen „Risiko-Check“ zur Verfügung: https://www.sfg.at/risikocheck/

Unternehmen welche sich für eine alternative Finanzierungsform der SFG interessieren, können über dieses Tool jetzt auch direkt mit den zuständigen Ansprechpersonen in der SFG Kontakt aufnehmen. Nutzen Sie diese Chance!

 

 

 

 

 

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