03/2017

Smart Services – neuer Schwerpunkt im Impulszentrum Graz-West

Intelligente Dienstleistungen auf Basis von Daten sind ein riesiger Wirtschaftsfaktor geworden. Graz-West-Zentrumsmanager Thomas Mrak über die neue Strategie des Impulszentrums.

 

 Was versteht man unter Smart Services genau?

Thomas Mrak: Die Digitalisierung verändert immer stärker auch den Dienstleistungsbereich. Eine Dienstleistung ist dann smart, wenn sie proaktiv und präemptiv auf den Nutzer ausgerichtet ist. Digitale Informations- und Kommunikationssysteme unterstützen diese nutzerzentrierte Ausrichtung durch die Erhebung und Analyse von zumeist internetbasierenden Daten. Zum Beispiel könnten Sensoren den Verschleiß von mechanischen Teilen an den Serviceanbieter melden, der dann proaktiv an den Kunden herantreten kann, bevor ein Problem auftritt.

Bisher lag der Fokus des IZ Graz-West auf Humantechnologie. Warum der Wechsel?

Mrak: Für das Thema Humantechnologie gibt es das seit Kurzem von uns gemeinsam mit der MedUni neu errichtete ZWT, das Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin, mit dem wir eng kooperieren. Gerade im Bereich der Humantechnologie gibt es Segmente, für die die Digitalisierung eine immer größere Bedeutung spielt, wie z. B. die Telemedizin. Hier gibt es keine Trennlinien, sondern Überschneidungen und darin sehe ich auch großes Potenzial.

Und warum gerade Smart Services?

Mrak: Wir sehen den Bereich “smart services” als echtes Zukunftsthema. Wir haben im Impulszentrum durch unsere rund 40 Firmen, Cluster und Institute bereits viel Expertise zu diesem Thema am Standort, die wir auch anderen zugänglich machen möchten. Gemeinsam mit Partnern wie Universitäten und Fachhochschulen wollen wir mithelfen, dass sich Graz zu einem Hotspot für “smart services” entwickelt.

Was bietet das “neue” IZ Graz-West seinen Mietern?

Mrak: Wir verstehen uns als Initiator und Betreiber einer Kommunikations- und Wissensplattform zum Thema “smart services”. Die Plattform wird neben Informationen und Qualifizierungen vor allem auch die Möglichkeit bieten, sich zu vernetzen und Kooperationen einzugehen.

Wie funktioniert das?

Mrak: Wir haben durch unsere heterogene Mieterstruktur Expertise aus den unterschiedlichsten Branchen und verschiedensten Teilen diverser Wertschöpfungsketten im Haus und diese Firmen wollen wir als aktive Partner gewinnen. Zusätzlich haben wir Kooperationen mit Universitäten und Fachhochschulen sowie der AulaX, einem Coworking-Space für innovative Unternehmen. So stellen wir unser Angebot auf eine noch breitere Basis. Thematische Veranstaltungen, Seminare mit Experten und andere Aktivitäten wie “Firmen-crawls”, bei denen sich Firmen Interessierten öffnen, werden das Thema von vielen Seiten beleuchten. Im Prinzip geht es um Vernetzung durch Know-how.

 

Informationen:

Thomas Mrak_Interview_SFG_Impuls.st

 

Thomas Mrak
Prokurist
Tel: 0316/7093-325
E-Mail: thomas.mrak@sfg.at

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