03/2019

Indisch-steirisches Erfolgsrezept

Das steirische Unternehmen SeppsApps.com macht aus Ideen individuelle Anwendungsgebiete und schafft für Klein- und Mittelunternehmen, Vereine und Privatpersonen den Sprung in die Digitalisierung.

Firmengründer und Namensgeber von SeppsApps.com Josef „Sepp“ Neubauer.
Firmengründer und Namensgeber von SeppsApps.com Josef „Sepp“ Neubauer.

Wo hierzulande der Fachkräftemangel so manchen Betrieb an seine Grenzen bringt, schafft ein anderer den Spagat zwischen heimischer Wertschöpfung und technischem Know-how. Josef (Sepp) Neubauer, Gründer und Namensgeber der SeppsApps OG, setzt gemeinsam mit seinem Team auf ein neues Geschäftsmodell, das über die nationalen Grenzen hinausgeht und trotzdem zahlreiche Möglichkeiten für die regionale Wirtschaft mit sich bringt. Das Unternehmen mit Sitz im Bezirk Weiz versteht sich als App-Entwicklungsagentur, die das Ziel verfolgt, hochqualitative Apps für iOS und Android kosteneffizient anzubieten. Die Idee zur Firma entstand aus einem eigenen Bedarf heraus, als der gebürtige Oststeirer sich selbst mit dem Problem konfrontiert sah, frei verfügbares Fachpersonal im Bereich Softwareentwicklung zu rekrutieren. So entstand eine internationale Zusammenarbeit mit einem indischen Team bestehend aus Programmierern und Grafikern, das gemeinsam mit dem Weizer Unternehmen gewachsen ist. Aufgrund der Outsourcing-Strategie ist es möglich, Klein- und Mittelbetriebe beim Schritt in Richtung Digitalisierung zu unterstützen und gezielte Anwendungsbereiche zu schaffen. „Unser Gedanke ist es, Apps kosteneffizient anzubieten, um den regionalen KMUs den digitalen Zugang zu ermöglichen. Wir betreiben kein Preisdumping, ganz im Gegenteil: Wir bieten durch unseren Lösungsansatz Ressourcen an, die in Europa Mangelware sind. In Österreich ist es derzeit auf dem Markt sehr schwierig, da die Nachfrage an Softwareentwicklern groß, aber das Angebot limitiert ist“, so Neubauer von SeppsApps. Das erfahrene Team kümmert sich von Puch bei Weiz aus um die technische Projektleitung, Abwicklung und Kommunikation nach Indien. Dem Gründer ist es wichtig, heimischen Unternehmen die Chance zu bieten, neue Businessmodelle und sogenannte User Cases entstehen zu lassen: „Derzeit lässt sich ein Paradigmenwechsel in der Branche erkennen. Die jeweiligen Anwendungen gehen in Richtung Industrialisierung und Automatisierung, um dadurch einzelne Cases hervorzuheben. Dies schafft einen enormen Nutzen innerhalb der Unternehmen“.

Das steirische Projektteam.
Das steirische Projektteam.

Steirisches Know-how made in India

Ob Fuhrparkmanagementsoftware, Fotodokumentation oder Steuerung von Abfüllanlagen – die Weizer Softwareschmiede setzt dementsprechende Anwendungen für unterschiedliche Bedarfsfälle um. Ein weiteres Beispiel, wie man auch mit kleinem Budget effizient wirtschaften kann, ist die per App steuerbare Anzeigetafel für einen ortsansässigen Fußballverein. Dass kreative Ideen auch grenzüberschreitend umgesetzt werden können, zeigt der Zusammenschluss von vier regionalen Unternehmen, die es sich als gut funktionierende Projektgemeinschaft zum Ziel gesetzt hat, hochwertige Anzeigetafeln für individuelle Bedürfnisse zu entwickeln. Die Matchuhr kann einfach per Smartphone App vom Sprecherplatz aus gesteuert werden und dank einer intelligenten Programmierung kann diese für viele Sportarten eingesetzt werden. „Die Matchuhr spricht gegenüber anderen Spielstandsanzeigen besonders durch ihre intuitive Bedienbarkeit und ihre besonders robuste und dadurch langlebige Bauweise aus“, so Josef Neubauer über das Projekt.

Die moderne Matchuhr made in Styria.
Die moderne Matchuhr made in Styria.

Alle Informationen zur Matchur finden Sie unter: https://www.matchuhr.at/

Weiterführende Informationen zum Unternehmen finden Sie unter:

https://www.facebook.com/SeppsApps/ oder unter https://www.seppsapps.com/

 

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