Ausgabe 4

Hotel ist überall

Einzelne modulare Zimmer statt einem ganzen Haus – ein Team von jungen steirischen Architekten und Möbeldesignern definiert das Hotel neu.

HYPERCUBUS_Holzfassade_STUDIOWG3

Klassische Beherbergungsbetriebe haben ein Problem mit der Auslastung: In der Hauptsaison gibt es zu wenig Zimmer, in der Nebensaison zu wenig Gäste. Zimmer an- und abbauen, so wie man sie braucht – das wäre wohl die Ideallösung. Die gute Nachricht für alle Hoteliers: genau das geht jetzt. Der HyperCubus der Grazer Architektengruppe STUDIO WG3 ist im Prinzip ein mobiles Hotelzimmer mit vollständiger Ausstattung. Transportabel und schnell aufgestellt. Das stylische Gebilde aus Brettsperrholz bietet auf 21 Quadratmeter jeden Komfort, den der verwöhnte Gast aus dem klassischen Hotelzimmer kennt. Inklusive komplettem Bad und energieoptimierter Heizung dank Wärmerückgewinnung. Die Stromversorgung funktionert entweder über das normale Stromnetz oder nachhaltig mit Fotovoltaik.

Der HyperCubus wird auf einem bereits vorinstallierten oder mobilen Sockel aus Beton aufgesetzt. Auf- und abgebaut ist er innerhalb weniger Stunden. Transportiert wird er auf einem ganz normalen Tieflader und wenn es ganz besonders schnell gehen soll, auch per Hubschrauber. Entstanden ist der HyperCubus aus einer Diplomarbeit, an seiner Markteinführung wird mit Hochdruck gearbeitet. Das Interesse an ihm ist groß – nicht nur aus der klassischen Hotelbranche, wie Matthias Gumhalter von STUDIO WG3 bestätigt: „Wir haben auch Anfragen von Weinbauern, die in ihren Weingärten für die Gäste den HyperCubus aufstellen wollen. Weil er sich so schnell demontieren lässt, stört er nicht bei den Arbeiten im Weingarten. Auch Privatpersonen interessieren sich für ihn. Als Gästehaus oder für die Kinder.” Je nach Einrichtung und technischer Ausstattung kostet der HyperCubus 35.000 bis 65.000 Euro.

 

www.wg3.at

 

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