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Heimat der Düfte

JK2_4378Nicht alle Parfums kommen aus Frankreich. Wer zum Duft eines Modelabels oder einer Handelsmarke greift, könnte ein Stück Heimat in Händen halten.

In der Grazer Herrgottwiesgasse steht die Zentrale von PAM. Das Kürzel steht für “Perfumes and more”. Etwa 20.000 Parfumflacons können hier hergestellt werden – pro Tag. Daneben werden noch jährlich etwa 1,6 Millionen Lippenstifte und 1,8 Millionen Nagellacke produziert. “Insgesamt sind es pro Jahr etwa 20 Millionen Produkte, die unsere Anlagen verlassen”, erzählt Verena Resch. PAM ist ihr “Baby”, sozusagen. Angefangen hat alles mit ihrem Traum. “Ich war als Angestellte im Bereich Marketing und PR für Parfums tätig und wollte immer Unternehmerin werden.” Vor 13 Jahren wagte sie dann den Sprung in die Selbstständigkeit. Mit dem Großhandel von Parfum und Kosmetik fing alles an. Und Verena Resch scheint einiges richtig gemacht zu haben. Ihr erster Kunde war gleich ein großer Lebensmitteldiskonter. Viele weitere Unternehmen folgten, die hier nicht genannt werden dürfen – Diskretion ist alles in diesem Geschäft. Heute liefert PAM an Kunden in 15 Ländern und beschäftigt fast 30 Mitarbeiter.

Schönheit aus einer Hand
PAM ist so etwas wie ein One-Stop-Shop für Kosmetik und Parfums. Verena Resch dazu: “Produktentwicklung, Produktion sowie Marketing- und Vertriebskonzept – alles kommt von uns. Der Kunde braucht sich um nichts zu kümmern. Wir sind sein einziger Ansprechpartner.” Das ist wohl auch eines der Erfolgsrezepte von PAM. Ein weiteres ist der stetige Ausbau von Kompetenzen. Wurde anfangs noch viel zugekauft, ist seit 2013 alles anders. In den Grazer Standort wurde massiv investiert, sodass heute so gut wie alle Produktionsschritte – und damit der Großteil der Wertschöpfung – im Land bleiben. Kreation von Düften, Design von Flacons, Abmischung sowie Abfüllung und Reifung der Parfums, Mischen von Lacken, Vertrieb und vieles mehr passieren in der Herrgottwiesgasse. “Damit sind wir viel weniger von externen Lieferanten abhängig und können damit schneller und flexibler auf Kundenanforderungen reagieren”, so Verena Resch. Nur die Duftöle als Basis der Parfums kommen aus Frankreich – noch.

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