Ausgabe 2

Firmen, Kunden & Facebook: der Beziehungsturbo

Facebook und Unternehmen? Passt das überhaupt zusammen? Antwort: Ein ganz klares JA, wenn es um erfolgreiche Firmenkommunikation im 21. Jahrhundert geht. Ein Netzwerk mit über drei Millionen Usern in Österreich bietet Unternehmen fast aller Branchen eine spannende Plattform. Wie man ein Maximum aus sozialen Netzwerken herausholt, zeigen die großen Player am Markt erfolgreich vor.

P-20140619-00126_HiRes JPEG 24bit RGBLokalaugenschein beim Formel-1-Rennen in Spielberg: Hoch über der Start-Ziel-Geraden des Red Bull Rings sitzen hunderte Journalisten vertieft in ihre Rechner oder tauschen sich intensiv mit ihren Kollegen über die Geschehnisse auf und abseits der Rennstrecke aus. Wenn die Formel 1 in der Steiermark ist, herrscht im Media-Center in Spielberg Hochbetrieb. Warum das interessant ist? Weil es ein Benchmark für den professionellen Einsatz sozialer Medien darstellt. Im Minutentakt werden Tweets, Postings oder Videos online gestellt, gleichzeitig mit der Community interagiert und Online-Statistiken verfolgt.

Firmenkommunikation: Persönliche Ebene ist Beziehungsebene
Der Grund für den hohen Stellenwert ist einfach erklärt und gilt jenseits von sportlichen Großereignissen auch für Unternehmen: Über Social Media werden Kunden direkt und persönlich angesprochen – sie interagieren in Echtzeit und bauen so rasch eine Beziehung zum Unternehmen bzw. Produkt auf. Zusätzlich haben soziale Medien heute als Erstkontaktpunkt eine wesentliche Bedeutung. Hier erreicht man den potenziellen Kunden und leitet ihn anhand unterhaltsamen Contents zum „Primärkanal“ – Website oder Webshop – weiter. Wird er zum Kunden, lässt er seine eigene Community daran teilhaben und agiert selbst als Botschafter der Marke / des Produkts.

Bis heute unterschätzt
Alles schon gehört? Mag sein, dennoch wird die Kraft, die in sozialen Netzen steckt, von Unternehmen auch 2015 noch unterschätzt oder einfach nicht genutzt. Zurück zum praktischen Beispiel am Red Bull Ring: Verschiedene Medien, aber auch Unternehmen wie die FIA oder Red Bull, haben für die Online-Berichterstattung mehrköpfige Teams am Start, um einerseits den Usern vor Ort ein optimales Service zu bieten und Anfragen so schnell wie möglich beantworten zu können und andererseits den „Daheimgebliebenen“ das Gefühl zu vermitteln, mitten im Geschehen zu sein. Dahinter steht das Ziel des Beziehungsaufbaus. Genau dieser Mechanismus stärkt auch Produktmarken: Identifikation, Vertrauen und emotionale Treue der Käufer. Fazit: Die Abkürzung zur persönlichen Kundenbeziehung führt heute über Facebook und Co.

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