06/2017

Eine Brille erobert die Welt

Rihanna hat eine, Lady Gaga gleich mehrere und Gigi Hadid liebt sie über alles – in Hollywood ist sie ein Star, der bereits die internationalen Bühnen der Welt erobert hat: die Brille von Andy Wolf.

© ANDY WOLF EYEWEAR

Warum gibt es keine Brillen, die persönlich und natürlich sind? – Diese Frage stellten sich vor über zehn Jahren drei Freunde bei einem Essen. Heimische Lebensmittel sind ein Genuss, man kennt die Bäuerinnen und Bauern persönlich, und die Wertschöpfungskette bleibt aufrecht. Daraufhin gründeten Andreas Pirkheim (Andy), Wolfgang Scheucher (Wolf) und Katharina Schlager das steirische Brillenlabel ANDY WOLF EYEWEAR, und seither dreht sich bei ihnen alles um die einzigartigen handgefertigten Brillen. Firmensitz und kreativer Entstehungsort ist nach wie vor die eigene Manufaktur in Hartberg. Die Firma beschäftigt 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, es gibt Kooperationen in insgesamt 68 Vertriebsländern, und 3.925 verschiedene Modellvarianten sind derzeit am Markt.

Ein regelrechter Hype ist um die Marke entstanden, die Brillen sind heute begehrter denn je. „Hier werden mit viel Herzblut und Liebe zum Detail Brillen gefertigt, die aus der Independent-Brillenszene nicht mehr wegzudenken sind“, so Katharina Schlager, Designerin und Geschäftsführerin. Jede einzelne Brillenfassung ist handgemacht und entsteht in einem Prozess mit über 90 Arbeitsschritten. In minutiöser Arbeit bekommen die Prototypen ihren finalen Schliff – oftmals machen nur wenige Millimeter einen großen Unterschied in der Entstehung aus.

Die Trägerin und der Träger stehen im Mittelpunkt, daher findet man auch kein Logo auf den Brillen. Einzigartiger Style, detailverliebte Handarbeit und ein Gespür für die Marke sind das Rezept, mit dem ANDY WOLF international erfolgreich ist.

© ANDY WOLF EYEWEAR
Katharina Schlager, Designerin, Geschäftsführerin und Gesellschafterin von ANDY WOLF EYEWEAR

Drei Fragen an Katharina Schlager, Designerin, Geschäftsführerin und Gesellschafterin von ANDY WOLF EYEWEAR

Wie hat die Marke ANDY WOLF EYEWEAR sich entwickelt?

Die ersten Jahre waren nicht einfach, da der Markt mit den besonderen Designs und Farben noch nicht vertraut war, aber dank harter Arbeit und ausgefallenen Marketing-Ideen konnten die Hartberger das Thema Brille vom angestaubten Image befreien und setzen seitdem auf Expansion. Anlässlich des 10-jährigen Firmenjubiläums wurde ein weiteres Werk in Frankreich erworben. Dieses ist auf die Herstellung von filigranen Metallbrillen spezialisiert. Im gleichen Jahr wurde die amerikanische Tochterfirma ANDY WOLF, North America Inc. mit Sitz in New York gegründet. Diesen Sommer haben wir ein Büro mit Showroom in Berlin eröffnet. Aktuell wird der Firmensitz in Hartberg um insgesamt 1000 Quadratmeter erweitert, die Räume werden im Mai 2018 planmäßig bezogen.

Was macht die Brillen so besonders?

Wir setzen auf einen eigenen Prototypenbau. Hier werden die ersten Entwürfe erstellt, anschließend erhalten die einzelnen Prototypen in filigraner Handarbeit den finalen Schliff. Erst, wenn Design und Passform zu 100 Prozent den hohen Ansprüchen gerecht werden, gehen die Brillen in Produktion. ANDY WOLF produziert alle Acetatbrillen in der eigenen Manufaktur in Hartberg. In über 90 Arbeitsschritten werden hier die Brillen gefertigt. Uns ist es besonders wichtig, dass auch die zugekauften Metallkomponenten wie Schrauben oder Scharniere ausschließlich von europäischen Lieferanten bezogen werden, um eine nachhaltige Wertschöpfungskette zu garantieren.

Was macht Österreich als Produktionsstandort so interessant?

Eine Produktion im Ausland kam von Anfang an nicht infrage. Österreich hatte schon immer eine lange Tradition in der Fertigung von Brillen. Wir haben uns für den Produktionsstandort Hartberg entschieden, da die Manufaktur bereits auf eine über 70-jährige Tradition zurückblicken kann. Die Liebe zur Brille und das Know-how wurden über die Jahre an die folgenden Generationen weitergegeben und von ihnen weiterentwickelt.

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