Ausgabe 6

Das Beste aus drei Welten

Holz, Beton und Stahl. Jedes für sich ein gefragtes Baumaterial. Ein heimisches Unternehmen macht sich daran, die positiven Eigenschaften aller drei Materialien zu einem neuen Bauelement zu verbinden.

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Holz ist ein nachwachsender Baustoff, er verfügt über eine hohe Zugfestigkeit, sieht gut aus und hat positive bauphysikalische Eigenschaften. Beton ist druckfest, leicht formbar und nicht brennbar. Ein Gitterträger aus Stahl übernimmt Zug- und Schubkräfte. Die Verbindung aller dieser drei Baustoffe wäre wohl das perfekte Decken-Verbundelement. Das Problem: Verbundelemente aus Holz und Beton gibt es zwar schon, sie sind aber sehr aufwendig in der Herstellung und deshalb auch ziemlich teuer, oder die Gebrauchstauglichkeit ist nicht in vollem Umfang gegeben. Zum Beispiel, wenn elektrische oder sanitäre Installationen in der Konstruktion untergebracht werden sollen. Das wird in Zukunft anders.

SWA Systembauteile aus Grambach bei Graz entwickelt ein vorgefertigtes Hybrid-Deckenelement aus einem Verbund aus Holz-Beton-Stahl, das neue Maßstäbe setzt.

 

Dabei wird in massiven Brettsperrholzplatten ein Streifen eingefräst, der mit Faserbeton befüllt wird. So bekommt das Deckenelement neben seinen dekorativen, Feuchtigkeit ausgleichenden Holz-Eigenschaften zusätzlich noch eine aussteifende Festigkeit durch den Beton. Und um die Steifigkeit der Hybrid-Deckenelemente noch zu erhöhen, werden Gitterträger aus Stahl eingegossen. So können in die in der Regel 2,40 m breiten und in beliebiger Länge (bis max. 10,00 m) herstellbaren Hybrid-Deckenelemente alle möglichen Leitungen oder Rohre eingebaut werden. Ein unschätzbarer Vorteil auf der Baustelle. Die im Werk vorgefertigten Deckenelemente werden zur Baustelle gebracht und können dort gleich verbaut werden. Eingesetzt werden können die Deckenelemente von SWA bei jeder gängigen Baukonstruktion, egal, ob aus Ziegel, Holz, Beton oder Ytong. Die Entwicklung der SWA Hybrid-Deckenelemente befindet sich auf der Zielgeraden. „Wichtig für den Markterfolg ist eine relativ einfache und wirtschaftlich industrielle Herstellung sowie die exakte Ermittlung der Verbundwirkung zur Festlegung der statischen Dimensionierung der Deckenbauteile“, erklärt Ing. Hans-Ulrich Terkl von der SWA Systembauteile GmbH. „An beiden arbeiten wir mit Hochdruck.“ Der Markteintritt ist im Frühjahr 2017 geplant.

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